Abhängigkeit

Während beispielsweise Alkohol bewiesenermaßen körperlich abhängig macht, gibt es für bis heute keine Studie, die das Auftreten einer körperlichen Abhängigkeit bei regelmäßigem Cannabiskonsum nachweist. Oft wird die These vertreten, dass die lange Speicherung von Cannabinoiden im Körper das Auftreten von Entzugserscheinungen verhindert. Dagegen spricht jedoch, dass es sich bei den gespeicherten Ablagerungen hauptsächlich um Abbauprodukte ohne psychoaktive Wirkung handelt.

Was eine psychische Abhängigkeit betrifft, gehen die Ansichten sehr stark auseinander. Für regelmäßige Kiffer kann es tatsächlich sehr schwer sein, Cannabis abzusetzen. Oft wird von Unruhe und Depressionen nach dem Absetzen berichtet. Es gibt jedoch auch Kiffer, die nach jahrlangem täglichem Konsum, ohne große Probleme absetzen bzw. Pausen einlegen können.

Sicher liegt in den meisten Fällen mehr eine Gewohnheit als eine Abhängigkeit vor. Sehr wichtig ist das Ritual des Rauchens, nach dem sich der Kiffer sehnt. Bleibt das Kiffen an gewissen Gegebenheiten oder Umstände gebunden, so bereitet das Absetzen meist geringe Schwierigkeiten, wenn man gewissen Situationen aus dem Weg geht. Schwierig gestaltet sich das Aufhören jedoch für Menschen, die sehr viele Kiffer in ihrer Umgebung haben. Hier ist Selbstdisziplin gefragt, um nicht der Versuchung zu verfallen und mitzurauchen.

Es wurde schon angedeutet: Meist sind es soziale Strukturen, die das Absetzen erschweren. Viele soziale Kontakte sind durch die Beschaffung der illegalen Droge oder durch den gemeinsamen Anbau von Drogenhanf bedingt. Für viele ist das Kiffen daher ein fester Anker zur Umgebung, der Sicherheit spendet und vermeintliche Freunde beschert.