Die Hanfpflanze

Der Hanf gehört der Familie der Hanfgewächse (lat. Cannabaceae) an. Dieser Familie gehört auch der Hopfen an, der ebenfalls psychoaktive Wirkung besitzt. Bis heute ist man sich nicht einig ob es 3 Spezies der Gattung Cannabis gibt (Cannabis indica, Cannabis sativa und Cannabis ruderalis) oder ob es sich eine monotypische Pflanze handelt und es nur eine Cannabisart, nämlich Cannabis sativa, gibt, die sich in verschiedene Unterarten aufgliedert.

Das Hanfblatt besteht aus mehreren Fingern. Deren Anzahl ist sehr variabel und bewegt sich meist zwischen 5 und 13. Die Anzahl der Finger ist aufgrund der Anordnung der Hanfblätter so gut wie immer ungerade.

In der Regel ist der Hanf zweihäusig, es gibt also eine männliche und eine weibliche Form der Pflanze. Der weibliche Hanf bildet harzreiche Blüten. In der männlichen Pflanze befinden sich kaum psychoaktive Stoffe. Wenn die Blüten der weiblichen Pflanze vom Pollen der männlichen Pflanze bestäubt werden, bildet sich ein Samen, der zur Heranreifung etwa 6 Wochen benötigt. Es gibt auch einhäusige Pflanzen, wo eine einzige Pflanze sowohl männliche als auch weibliche Blüten bildet. Diese Zwitter sehen den weiblichen Hanfpflanzen äußerlich sehr ähnlich. Diese Pflanzen sind jedoch weder zur Gewinnung von THC-Reichen Blüten noch zur Fasergewinnung gut geeignet.

Für verschiedene Verwendungszwecke wurden unterschiedlichste Cannabissorten gezüchtet. Beim Outdoor-Anbau kommen oft Kreuzungen mit Cannabis ruderalis zum Einsatz, da Cannabis ruderalis sehr widerstandsfähig ist. Kreuzungen aus Cannabis ruderalis und Cannabis indica bleiben sehr klein und können hochpotent sein. Da die Bildung von Samen die Produktion des THC-reichen Harzes stoppt, sind die Züchter bemüht Sorten zu züchten, die keine Samen produzieren. Diese Sorten heißen „Sinsemilla“, was „ohne Samen“ bedeutet. Marihuana (Gras), das keine Samen enthält, wird ebenfalls „Sinsemilla“ genannt. Es wird entweder durch die Verwendung von Sinsemilla-Sorten oder durch Aussortierung der männlichen Pflanzen erhalten. Das Aussortieren der männlichen Pflanzen bewirkt, dass die weiblichen Blüten nicht bestäubt werden und somit keine Samen bilden. Dies ist aber nur bei Indoor-Anbau verlässlich.